Plattform „Leere als Erkenntnis“

Die Mitte ist Hochform

Die Geschichte des Abendlands kann beschrieben werden als eine Geschichte der Abwehr des Nichts, der Leere. Mit dem Nullpunkt des Koordinatensystems und des Zahlenraums, dem Kraftpunkt der Architektur, dem Fluchtpunkt der Perspektive, dem Ich im Raum des Selbst wurde der Weg geebnet zur Annäherung an die Leere und zur Überwindung des mittelalterlichen Denkrahmens. Es ist wieder die Beschäftigung mit der Leere, dem Nichts, die uns auch über das rationale Weltbild der Gegenwart hinausführt.

Inhalt der Plattform

Die Plattform „Leere als Erkenntnis“ führt in verschiedene Aspekte des Nichts ein und zeigt an Beispielen, wie die Beschäftigung mit der Leere immer wieder zu einer konzeptionellen Erweiterung der menschlichen Erkenntnis führt. In letzter Konsequenz sprengt die Leere als Erkenntnis jeglichen menschlichen Denkrahmen und führt uns gerade darüber zu uns selbst. In der systematischen Annäherung an diesen existenziellen Fluchtpunkt liegt eine unendliche Fülle von Wissen und Erkenntnis.

Der Himmel tut nichts;
dieses Nichts-tun ist Würde.
Die Erde tut nichts;
dieses Nichts-tun ist Ruhe.
Aus der Vereinigung dieser beiden
Nichts-tun beginnt alles Handeln.
Und alle Dinge entstehen.
Chuang-Tzu: „Vollkommene Freude“