Plattform „Zwei Ebenen der Realität“

Zwei Ebenen der Wirklichkeit

Bereits das klassische Höhlengleichnis von Plato weist auf die Koexistenz unterschiedlicher Erlebniswelten hin. So unterliegt der Welt der Objekte nach heutiger Vorstellung eine Welt der Quantenfelder, unterliegt der individuellen eine transpersonale Wirklichkeit. Wie läßt sich diese Doppelnatur der Welt begreifen, beginnt sie doch mehr und mehr unsere Alltagswelt zu beeinflussen?

Inhalt der Plattform

Die Plattform „Zwei Ebenen der Realität“ beginnt mit der Charakterisierung beider Wirklichkeiten und bietet beschreibende Sprachen an, die eine systematische Erfassung dieser scheinbar unvereinbaren Vorstellungswelten ermöglichen. Sie stellen unterschiedliche Blickwinkel dar in dem Versuch, die Doppelnatur der Welt erschöpfend zu beschreiben.

Sieh nämlich Menschen wie in einer unterirdischen, höhlenartigen Wohnung, die einen gegen das Licht geöffneten Zugang längs der ganzen Höhle hat. In dieser seien sie gefesselt (…), so dass sie auf demselben Fleck bleiben und auch nur nach vorne hin sehen, den Kopf aber herumzudrehen der Fessel wegen nicht vermögend sind. Licht aber haben sie von einem Feuer, welches von oben und von ferne her hinter ihnen brennt. Zwischen dem Feuer und den Gefangenen geht obenher ein Weg, längs diesem sieh eine Mauer aufgeführt wie die Schranken, welche Gaukler vor den Zuschauern sich erbauen, über welche herüber sie ihre Kunststücke zeigen. (…) Sieh nun längs der Mauer Menschen allerlei Geräte tragen, die über die Mauer herüberragen, und Bildsäulen und andere steinerne und hölzerne Bilder und von allerlei Arbeit; einige, wie natürlich, reden dabei, andere schweigen (…) Denn zuerst, meinst du wohl, dass dergleichen Menschen von sich selbst und voneinander je etwas anderes gesehen haben als die Schatten, welche das Feuer auf die gegenüberstehende Wand der Höhle wirft?
Platon: „Das Höhlengleichnis“, Politeia, 7. Buch